Wer Microsoft 365 direkt bei Microsoft kauft, bekommt Lizenzen und eine laufende Plattform — die Einrichtung, die Absicherung und die Nachweise gehören nicht dazu. Das ist keine Lücke im Produkt, sondern im Lieferumfang: Microsoft verkauft Software, keine Betreuung. Die gute Nachricht für alle, die schon gekauft haben: Beides lässt sich nachholen, ohne die Lizenzen zu einem anderen Anbieter umzuziehen.
Der Kauf dauert zehn Minuten. Firmenname, Anzahl der Arbeitsplätze, Kreditkarte — am nächsten Morgen haben alle ein Postfach, Teams läuft, Dateien liegen in der Cloud. Sechs Monate später fragt ein Großkunde im Lieferantenfragebogen nach dem Stand der Informationssicherheit, und im Haus ist niemand, der die Fragen beantworten kann.
Was ist beim Direktkauf enthalten — und was nicht?
Microsoft liefert eine Plattform, die läuft: Rechenzentren, Verfügbarkeit, Updates der Dienste. Was Microsoft nicht liefert, ist die Anpassung an Ihr Unternehmen. Ein neu gekaufter Tenant startet mit Standardeinstellungen, die für alle Kunden weltweit gleich sind — vom kleinen Handwerksbetrieb bis zum Konzern.
| Bereich | Microsoft liefert | Bleibt bei Ihnen |
|---|---|---|
| Plattform | Verfügbarkeit, Rechenzentren, Updates | Nichts |
| Anmeldung | Die technische Möglichkeit für einen zweiten Sicherheitsschritt | Ihn für alle Konten verbindlich zu machen |
| Zugriffsrechte | Das Rechtesystem | Wer worauf zugreifen darf — und wer nicht mehr |
| Geräte | Die Verwaltungswerkzeuge | Regeln, Einrichtung, laufende Kontrolle |
| Daten | Speicherung und Ausfallsicherheit | Eine getrennte, geprüfte Sicherung |
| Nachweise | Rohdaten in den Verwaltungsportalen | Der Bericht, den Auditor oder Versicherer sehen will |
Nichts davon ist ein Vorwurf an den Kaufweg. Dieselbe Aufteilung gilt für jeden Microsoft-365-Vertrag, auch für den über einen Partner. Der Unterschied ist, dass beim Direktkauf niemand danebensteht, der die zweite Spalte übernimmt.
Warum das monatelang nicht auffällt
Eine unsichere Konfiguration verhält sich im Alltag wie eine sichere: E-Mail kommt an, Dateien öffnen sich, niemand beschwert sich. Ein fehlender zweiter Sicherheitsschritt macht sich erst bemerkbar, wenn ein Passwort abhandenkommt. Eine zu weit gefasste Freigabe fällt erst auf, wenn jemand danach sucht. Und eine fehlende Datensicherung merkt man an genau einem Tag.
Deshalb kommt der Anstoß fast nie aus der IT, sondern von außen: der Fragebogen eines Großkunden, die Verlängerung der Cyber-Versicherung, eine Zertifizierung, die ein Auftraggeber voraussetzt. In diesem Moment zählt nicht, wie gut die Umgebung läuft, sondern was sich belegen lässt.
Was es kostet, es dabei zu belassen
Der Fragebogen des Großkunden bleibt unbeantwortet und der Auftrag verzögert sich, während jemand die Antworten zusammensucht. Die Cyber-Versicherung stuft ohne Nachweise schlechter ein, was die Prämie erhöht oder die Leistung im Schadensfall einschränkt. Und im Ernstfall entscheidet die Konfiguration darüber, ob ein Vorfall ein Postfach betrifft oder das ganze Unternehmen — bei Standardeinstellungen eher Letzteres.
Was sich nachholen lässt, ohne die Lizenzen anzufassen
Wo die Lizenzen gekauft wurden, spielt für die Absicherung keine Rolle. Sie können bei Microsoft bleiben, bei Ihrem bisherigen Anbieter oder bei einem anderen Händler — die Konfiguration Ihres Tenants ist davon unabhängig. Nexus.365 setzt genau dort an: Der Security Scan wertet den Ist-Zustand read-only aus und zeigt in sieben Werktagen, welche der oben genannten Punkte offen sind. Was danach kommt, entscheiden Sie mit dem Bericht in der Hand.
Wer die Absicherung anschließend nicht selbst betreiben will, kann sie abgeben, ohne den Lizenzweg zu ändern: Nexus.365 Managed Tenant übernimmt Tenant-Sicherheit, Drift-Erkennung und die laufende Überwachung zum Festpreis, während Lizenzeinkauf und Endnutzer-Support bei Ihnen bleiben. Für Häuser, die auch den Einkauf und den Helpdesk abgeben wollen, gibt es die Managed-Workplace-Pakete mit enthaltener Lizenz — beide Wege führen zum selben Zustand.
Häufige Fragen zum Thema
Ich habe Microsoft 365 direkt bei Microsoft gekauft — wer kümmert sich um die Sicherheit?+
Ohne ausdrückliche Zuständigkeit: niemand. Microsoft stellt die Plattform bereit und hält sie verfügbar; Einrichtung, Absicherung und Nachweise bleiben beim Unternehmen. Das lässt sich intern übernehmen oder an einen Dienstleister vergeben, unabhängig davon, wo die Lizenzen gekauft wurden.
Muss ich meine Lizenzen umziehen, um Unterstützung zu bekommen?+
Nein. Die Absicherung eines Microsoft-365-Tenants ist unabhängig davon, über welchen Weg die Lizenzen bezogen wurden. Sie können bei Microsoft oder Ihrem bisherigen Händler bleiben und nur die Betreuung dazubuchen.
Ist ein direkt gekaufter Tenant unsicherer als einer über einen Partner?+
Technisch nicht — es ist dieselbe Plattform mit denselben Standardeinstellungen. Der Unterschied liegt darin, ob jemand diese Einstellungen an Ihr Unternehmen angepasst hat und laufend im Blick behält.
Was ist der erste Schritt, wenn seit dem Kauf nichts konfiguriert wurde?+
Eine Bestandsaufnahme des Ist-Zustands, bevor irgendetwas umgestellt wird. Erst danach lässt sich sagen, welche Maßnahmen in welcher Reihenfolge wirken — und welche im vorhandenen Lizenzumfang bereits bezahlt sind.
Sind die Sicherheitsfunktionen in meiner Lizenz schon enthalten?+
Häufig ja, ohne dass sie aktiviert sind. Business Premium und die E-Pläne bringen einen erheblichen Teil der nötigen Funktionen mit. Der Scan zeigt, was im vorhandenen Umfang bereits abgedeckt ist und wo tatsächlich eine Zusatzlizenz nötig wäre.
Sieben Werktage bis zur Antwort, wo Ihr Tenant steht.
Der Nexus.365 Security Scan wertet read-only aus, ohne Eingriff in den laufenden Betrieb und ohne dass Sie Ihre Lizenzen anfassen müssen. Festpreis und Enddatum stehen vor Beginn fest.
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